Cuffing Season – Plötzlich verliebt? Wie die kalte Jahreszeit unser Liebesleben beeinflusst

„Es sind die kalten, dunklen Wintertage und die Sorge an Weihnachten alleine unter dem Weihnachtsbaum zu sitzen, die einen besonders einsam fühlen lassen -nicht wahr?“

Mashaal Omary

In diesem Artikel erkläre ich dir, was es mit der „Cuffing Season“ auf sich hat und worauf besonders zu achten ist, wenn man zu dieser Jahreszeit eine Beziehung eingeht.

Was bedeutet „Cuffing Season“?

Nasskalte dunkle Tage läuten den Herbst – und damit auch die „Cuffing Season“ ein.

„To cuff someone“ (engl. jemanden Handschellen anlegen) beschreibt auf überspitzte Weise den Wunsch Alleinstehendender nach sofortiger Zweisamkeit. Die „Cuffing Season“ geht von Oktober bis Februar.

„Urban Dictionary“ behauptete 2011 in ihrer Definition, dass selbst hartgesottene Singles während der kalten Monate „schwach“ werden und sich in eine Kurzzeitromanze mit jemanden stürzen, der/die sonst im Vergleich zur restlichen Jahreszeit nicht den Ansprüchen genügen würde.

Wie wirkt sich die kalte Jahreszeit auf unser Liebesleben aus?

Physische Kälte löst ein Bedürfnis nach psychologischer Wärme aus.

Wissenschaftler stellten bei einigen Experimenten fest, dass Personen welche sich in einem kalten Raum (16 Grad) befinden für romantische Filme entscheiden

– während Personen, die sich in einem warmen Raum (23 Grad) aufhalten, eher zu Action- und Horrorfilmen greifen. Auch Auswertungen vom Sender „Netflix“ zeigten einen deutlichen Konsumanstieg von Liebesfilmen in der kalten Jahreszeit auf – vermutlich auch wegen der Feiertage wie Weihnachten, Neujahr und Valentinstag.

Winterblues und das Gefühl der Einsamkeit

Während der kalten Jahreszeit verspüren viele Menschen das Gefühl der Lustlosigkeit, Einsamkeit aber auch der Melancholie. Das liegt vor allem am fehlenden Tageslicht und der anhaltenden Kälte.

Die Folge ist ein ungünstiger Hormon- und Botenstoffcocktail, dem unser Körper ausgesetzt ist. Weniger vom Glückshormon

„Serotonin“ durch fehlendes Tageslicht, dafür vermehrte Ausschüttung des Schlafhormones „Melatonin“ durch lange dunkle Nächte. Eine weitere unangenehme Folge ist, mehr Süßigkeiten essen zu wollen, um einen Energiekick zu bekommen.

Alles in einem – keine einfache Zeit für Körper und Geist. Kuscheln statt Schokolade erscheint mir hier als weitaus gesundere Variante.

Welche Folgen hat die „Cuffing Season“ noch auf uns?

  • Die meisten Geburten finden in den Monaten Juli, August und September statt.
    Somit trägt die „Cuffing Season“ auch dazu bei, dass Paare während der kalten Jahreszeit einen vermehrten Kinderwunsch entwickeln und diesen in die Tat umsetzen.
  • “Holiday season effect“ auch beim Online Dating: Im Januar steigt die Internetsuche zum Thema „Partnersuche“ um ganze 5,7% an. „Tinder“ hat 2020 von einer „Swipe Season“ berichtet. Im Winter soll jeder Nutzer anscheinend 100x mehr nach links und rechts wischen, um nicht alleine bleiben zu müssen.

Dos während der „Cuffing Season“

  • Date und triff Menschen – auch wenn sie normalerweise nicht deinen optischen Wünschen entsprechen. Jetzt ist die Zeit und Offenheit da, um von seinem bisherigen Beuteschema abzuweichen und neve Erfahrungen zu machen.
  • Sei ehrlich: Teile ihm/ihr mit, dass du ggf. nur nach einer F+ suchst oder aktuell „Casual Dating“ bevorzugst.
  • Überlege, ob die Verbindung überhaupt Sinn macht. Eine „Cuffing Season“ kostet schließlich auch Zeit & Energie. Lohnt es sich wirklich, sich auf jemanden einzulassen, mit dem nur einige Wochen später wieder Schluss sein könnte?

Don’ts während der „Cuffing Season“

  • Date nicht einfach Irgendjemanden. Die Treffen mit ihm/ihr könnten sonst eher als lästig als entspannend wahr genommen werden.
  • Verkaufe dich nicht unter Wert. Vergiss nicht, dass auch du für jemanden anderen lediglich eine Option sein könntest, um die kalten Wintertage zu überstehen. Falls du dich von ihm/ihr nicht gewertschätzt fühlst, solltest du lieber zur Wärmflasche und Kuscheldecke zurückgreifen, als weiterhin zur Verfügung zu stehen.
  • Achtung vor dem/der Ex: Nicht selten melden sich verflossene Liebschaften zur „Cuffing Season“ und wollen sich durch dich nicht mehr so einsam fühlen. Bitte achte hier auf deine Intuition überlege dir ganz genau, ob ein Liebesrevival mit ihr/ihm eine echte Chance haben könnte.

Das Ende der „Cuffing Season“ naht – und nun?

Für gewöhnlich endet die „Cuffing Season“ im Februar – also wenn der Frühling naht.

Vielleicht hast du in dieser Zeit eine echte Verbindung zu ihm/ihr aufgebaut und wünscht dir nun mehr?

In diesem Fall solltest du baldmöglichst deine Gefühle offenbaren. So weiß der/die Andere, wie du dich fühlst und kann entsprechend darauf reagieren.

Vielleicht hast du Glück und es geht ihm/ihr genauso wie dir.

Schlusswort

Als Paartherapeutin kann ich dich darin bestärken, eine „Cuffin Season“-Beziehung auch als echte Liebeschance in Betracht zu ziehen.

„Liebe“ passiert und lässt sich nicht von einer Jahreszeit diktieren.

Im besten Falle nutzt du die ruhige Zeit um herauszufinden, was du dir wirklich wünscht und was dich glücklich macht.

Wenn du dich nach Zweisamkeit sehnst, ist die „Cuffing Season“ ideal um auszugehen. Selten sind die Herzen der Menschen offener als zu dieser Jahreszeit.

Mach das Beste daraus.

Feel loved
Mashaal

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